Frosch- und Schneckenfest 2017

Begeisterter Beifall brandet auf, als die letzten Leuchtsterne und Feuerwerksraketen am Himmel über dem Pfaffenhofener Festgelände erloschen sind. „Das Feuerwerk war Spitze“, ist danach nur eine von vielen Lobeshymnen, mit denen Festpräsident Siegfried Lang euphorisch bedacht wird. Nicht nur für das Feuerwerk zum Abschluss des mittlerweile 21. Frosch- und Schneckenfests, sondern auch für sein großes Engagement rund um die Organisation der Veranstaltung.

Zwei Tage lang wird beim Pfaffenhofener und Weilerer Fest der Vereine rund ums Gemeindezentrum in Pfaffenhofen wieder fröhlich gefeiert. Mit den Gemminger Schlosspark Musikanten, dem Musikverein Zaisenhausen und der Feuerwehrkapelle aus Sulzfeld sorgten drei stimmungsgewaltige Kapellen für reichlich gute Laune.

Und auch kulinarisch haben die Veranstalter einiges zu bieten: Von leckeren Lachshäppchen über Pizza und Pasta bis zur Pilzpfanne und geräucherten Forellen. Auch überzuckerte Waffeln, selbst gemachte Pralinen, Kaffee und Kuchen, Eis und andere Süßigkeiten sind im Angebot. Natürlich auch schwäbische Maultaschen, Grill- und Currywurst, Hähnchen, Steaks und Schnitzelweck – mit und ohne Kartoffelsalat. Um die Wein trinkenden Genießer kümmern sich die Weingärtner Cleebronn - Güglingen, denen auch die Pfaffenhofener Wengerter angehören, und der VFB-Stuttgart-Fanclub Zaberschwaben mit edlen Tropfen aus dem Keller des Weinguts Wachtstetter.

Gegrillte Froschschenkel und Schnecken gibt’s allerdings beim Frosch- und Schneckenfest keine. Dafür hat das Regierungspräsidium schon 1984 gesorgt. Kurz vor dem Fest, seinem ersten als neuer Schultes, kam der Anruf aus Stuttgart „ich müsse das Fest verbieten, weil da Frösche und Schnecken verzehrt würden“, erzählte Dieter Böhringer schmunzelnd vor dem Bierfassanstich. Soweit kam es natürlich nicht: Froschschenkel und Schecken wurden einfach vom Speisenplan der Motor- und Touristikfreunde gestrichen.

Ein Feuerwerk beim Frosch- und Schneckenfest gibt’s nicht jedesmal. „Da muss schon ein besonderer Anlass dafür gegeben sein“, betont Bürgermeister Dieter Böhringer bei der Festeröffnung vor stattlich großer Besucherkulisse. Diese wurde von den Kindern der beiden Kitas, den Grundschulkindern, den Smartees (Kinderchor des Liederkranzes) und dem „Frosch- und Schneckenchor“ (ein Gemeinschaftschor beider Gesangvereine unter der Leitung von Nelli Holzki), musikalisch umrahmt.

Anlass fürs Feuerwerk ist ein kleines Jubiläum. „Seit 40 Jahren wird das gemeinsame Fest der Vereine aus Pfaffenhofen und Weiler alle zwei Jahre gefeiert“, erklärt der Rathauschef. Zum ersten Mal war das am 18. und 19. Juni 1977, damals noch auf dem Kelterplatz in der Ortsmitte mit Festpräsident Manfred Kolb. Böhringer lässt bei seinem Rückblick in lockerer Folge die vergangenen 20 Feste noch einmal Revue passieren. Der Name des Festes entstand aus den Necknamen beider Ortsteile, den Pfaffenhofener Fröschen und den Weilerer Schnecken. Gegründet wurde es, um nach der Gemeindereform die Zusammengehörigkeit zu demonstrieren. Der Wechsel zum Gemeindezentrum als Festplatz war 1979, zur 700-Jahr-Feier von Pfaffenhofen. Erstmals ein Feuerwerk gab es 1994 zum zehnten Fest - damals sogar mit großem Festzug durchs Dorf mit insgesamt 40 Gruppen, 14 Festwagen und zwölf Festreitern. wst

Ehrung für den Festpräsidenten

Seit 22 Jahren ist Siegfried Lang Festpräsident beim Frosch- und Schneckenfest. Talentiert, umtriebig und gewissenhaft wie er nun mal ist, stand er bei den zurückliegenden elf Festen in der Verantwortung für die Organisation und den Ablauf der bisher stets ohne besondere Vorkommnisse abgehaltenen Feste. Wobei er mit seiner Ehefrau Johanna und Feuerwehrkommandant Matthias Fried zwei tatkräftige und nicht weniger engagierte Helfer an seiner Seite hat. Das Engagement der drei „Schaffer“ wurde jetzt auch von den Vereinen anerkannt. Irene Böhringer, Vorsitzende des Liederkranzes Pfaffenhofen, überreichte ihnen deshalb im Namen aller Vereine ein „Kuvert mit Inhalt“ und ein Weinpräsent. wst