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Aus dem Gemeinderat
31.10.2019 - 8.11.2019

Lärmschutzwand und Straßenpflaster für „Gehrn West“

Am westlichen Ortsrand von Pfaffenhofen entsteht ein neues Wohnbaugebiet. Rund 45 Bauplätze werden auf dem knapp drei Hektar großen Areal in Verlängerung des bestehenden Wohngebietes Gehrn entstehen. Den Bebauungsplan dafür hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Mai als Satzung beschlossen. Voraussichtlich im März nächsten Jahres beginnen die Erschließungsarbeiten. Bis zum Jahresende sollen dann die Ver- und Entsorgungsleitungen im Boden liegen, sowie die Straßen und der Lärmschutzwall fertig sein. Zur Vorbereitung der Ausschreibung der verschiedenen Gewerke, Mitte Dezember, hat der Gemeinderat am Mittwochabend die Gestaltung des Lärmschutzwalls und das Pflastermaterial für die Straßen, Gehwege und Parkflächen festgelegt.

Laut Lärmschutzgutachten muss parallel zur Landesstraße, entlang des asphaltierten Feld- und Radweges auf der gesamten Länge des Baugebiets, das sind rund 210 Meter, ein „aktiver Lärmschutz“ mit einer Höhe von 3,50 Metern über dem bestehenden Urgelände gebaut werden. Auch an der Westseite des Gebietes, parallel zum dortigen Wirtschaftsweg, ist auf 35 Metern Länge ein Lärmschutz erforderlich.

Planer Frank Jung vom Ilsfelder Planungsbüro i-Motion hat dem Gemeinderat dafür eine sogenannte Wall-Wand-Kombination in unterschiedlichen Gestaltungsformen vorgeschlagen. Parallel zur Landesstraße ist demnach eine 2,50 Meter hohe Blocksteinwand mit einem darauf aufgesetzten ein Meter hohen Erdwall vorgesehen. Baugebietsseitig ist der Erdwall auf der gesamten Höhe als bepflanzbare Böschung gestaltet. Für das kurze Stück an der Westseite sind ein etwa ein Meter hoher Erdwall und eine darauf aufgesetzte 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand mit Stahlbetonsockel und Holz-Fertigelementen aus Lärchenkernholz geplant.

Die Blocksteinwand entlang der Landesstraße könne sowohl mit Natursteinquadern aus Muschelkalk, als auch mit Gabionen - Drahtgitterkörbe gefüllt mit Steinmaterial – gebaut werden, erläuterte der Planer. Die gefälligere Variante für den Gemeinderat waren jedoch Muschelkalkquader, auch wegen der möglichen Bepflanzung. Ansonsten soll der Lärmschutz wie vorgeschlagen gebaut werden.

Entsprechend dem im Bebauungsplan festgelegten Entwässerungskonzeptes – Trennsystem für Regen- und Schmutzwasser - müssen die Straßen, Gehwege und Parkflächen im Baugebiet mit Betonpflaster hergestellt werden. Dadurch kann auf ein Rückhaltebecken verzichtet werden. Nach Besichtigung von Musterflächen hat sich der Gemeinderat für die Farbvariante Grau/Anthrazit entschieden.

Die Fahrbahnen werden demnach mit 14 Zentimeter dicken, 18 oder 20 Zentimeter breiten und 30 Zentimeter langen, grauen Pflastersteinen im sogenannten Ellenbogenverband belegt. Die Gehwege bekommen hellgraue und die Parkplätze anthrazitfarbige, zehn Zentimeter dicke Pflasterbeläge. Diese werden im mittigen Läuferverband verlegt. wst

 

Neue Einsatzkleidung für die Feuerwehr

Der neuntägige Einsatz der Feuerwehr, Ende August beim Brand eines großen Holzhackschnitzelhaufens, hat den Einsatzmonturen der Wehrkräfte vollends den Rest gegeben. „Die meisten der inzwischen elf Jahre alten schweren Jacken sind aufgrund ihres alters und ihrer teilweise extremen Beanspruchung so zerschlissen, dass sie bei einem Feuerwehreinsatz nicht mehr getragen werden dürfen“, begründete Feuerwehrkommandant Matthias Fried den Antrag auf Ersatzbeschaffung.

Am Beispiel einer Jacke zeigte Fried dem Gemeinderat den Zustand der Monturen. Und auch Bürgermeister Dieter Böhringer betonte, dass „die Einsatzkleidung unserer freiwilligen Feuerwehr sich aktuell in mangelhaftem Zustand befindet“. Die Einsatzbereitschaft würde momentan mit geliehener Einsatzkleidung abgedeckt. Kurzfristig, bei Lieferzeiten von zehn bis zwölf Wochen, müssten deshalb neue Monturen beschafft werden, sagte der Gemeindechef.

Der Feuerwehrausschuss hat sich deshalb nach intensiven Beratungen und Vergleichen bei den Nachbarwehren, für ein Modell der Firma Tesimax aus Neuhausen bei Pforzheim entschieden und von dort ein Angebot eingeholt. Der Vorteil liegt für den Feuerwehrkommandanten vor allem in der sehr guten Verarbeitung der Kleidung, dem angebotenen Waschservice und der räumlichen Nähe der Firma. Hersteller mit vergleichbarer Qualität seien mehrere hundert Kilometer entfernt, teilweise sogar im Ausland (Schweiz, Österreich, Schweden), sagte Fried. Außerdem biete diese Firma auch Reparaturlösungen an und kostenlose Ersatzkleidung während der Waschzeit.

In einem ersten Paket, hat der Gemeinderat entschieden, werden jetzt 25 Jacken und Hosen zum Angebotspreis von knapp 22200 Euro beschafft. Die restlichen 25 Monturen werden dann im kommenden Jahr bestellt. Im Haushaltsplan für 2019 sind zwar nur 15000 Euro für Ersatzbeschaffungen vorgesehen. Doch für die erforderlichen Mehrausgaben in Höhe von rund 7000 Euro gab die Ratsrunde ohne weitere Diskussion grünes Licht.

„Was ihr für die Gemeinde und das Gemeinwohl leistet ist vorbildlich“, lobte Gemeinderat Andreas Oehler die Feuerwehrkräfte. Eine Diskussion über die notwendige Einsatzkleidung würde sich deshalb für ihn erübrigen. wst

 

EDV-Technik wird komplett ausgetauscht

Die Computer in der Rathausverwaltung, in den Kindergärten und der Grundschule samt der dazu gehörenden Software und das Netzwerk sind in die Jahre gekommen und werden nach nun sieben Jahren Nutzungszeit den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. Vor allem bei der Kapazität der Arbeitsspeicher in den verschiedenen Rechnern besteht dringender Handlungsbedarf.

„Viele landeseinheitliche Programme des Rechenzentrums benötigen mehr Kapazität“, begründete Bürgermeister Dieter Böhringer gegenüber dem Gemeindrat, dass die komplette EDV-Technik neu angeschafft werden muss. Außerdem würde im Januar von Microsoft der Support für das derzeitige Betriebssystem Windows 7 eingestellt. Ein Wechsel auf das neue Betriebssystem Windows 10 und das Office Programm 2016 seien also unumgänglich.

Die Verwaltung hat deshalb die einzelnen Komponenten, Hardware, Software, Installation, beschränkt ausgeschrieben. Die Geräte und das neue Netzwerk liefert demnach die Firma LW Datentechnik aus Filderstadt zum Angebotspreis von rund 7100 Euro, die passende Software liefert zum Preis von 10500 Euro die Münchner Firma Software One und die Installation und Betreuung der EDV-Anlage übernimmt weiterhin die bisherige Firma IT-Consulting Grünenwald aus Bietigheim-Bissingen zum Preis von knapp 4800 Euro. wst

 

Dachwohnung wird saniert

Der gesamte Gebäudekomplex Blumenstraße 28 wurde 2017 rundum energetisch saniert. In dem Areal befinden sich sowohl der Gemeindebauhof wie auch die Werkstatt und das Büro des Wassermeisters, die Vereinsräume des Liederkranzes und zwei Wohnungen. Eine der beiden Wohnungen, die im Dachgeschoß, steht derzeit leer und sollte dringend saniert werden, um sie vermieten zu können, erläuterte Bürgermeister Dieter Böhringer dem Gemeinderat. Nach einer ersten Kostenschätzung durch Handwerker ist mit einem Kostenumfang in Höhe von rund 22000 Euro zu rechnen. Der Betrag soll im Haushaltsplan 2020 eingestellt werden, hat der Gemeinderat beschlossen. wst