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Aus dem Gemeinderat
10.1.2020 - 17.1.2020

Fleißige Blutspender geehrt und Gutachter verabschiedet

150 Mal hat Klaus Eiselt Blut gespendet. Eine mehr als stolze und zugleich seltene Zahl, für die ein Blutspender geehrt wird - und die es in Pfaffenhofen bisher noch nie gab. „Man kann es schier nicht glauben“, staunte Bürgermeister Dieter Böhringer bei der Blutspenderehrung in der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates. Ehrungen für 150 Blutspenden gab es in Baden-Württemberg seit 1959 erst 408 Mal, hat er recherchiert. Und in den 60 Jahren vermutlich auch nicht in jeder der 1101 baden-württembergischen Kommunen.

Traditionell werden in Pfaffenhofen bei der Dezembersitzung des Gemeinderates die vom Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gemeldeten Mehrfachspender geehrt. Neben Klaus Eiselt waren dies noch Gabriele Mayer mit 75 Spenden, Ute Conrad mit 50 und Francisco Valle Castano mit 25 Spenden. „Sie alle, liebe Blutspender, haben Ihren Teil zur Lebensrettung Ihrer Mitmenschen beigetragen“, würdigte Böhringer die fleißigen Blutspenderinnen und Blutspender. „Sie haben selbstlos gehandelt, was in einer materialistischen Zeit allein schon bewundernswert ist“. Ein Leben zu retten sei eine tolle Sache und könne manchmal sogar ganz einfach sein, sagte er: „Ein kleiner Piecks und eine halbe Stunde sich Zeit nehmen und es kann mit dem gespendeten Blut einem Menschen nach einem Unfall oder einer schweren Operation das Leben gerettet werden“.

Insgesamt habe der Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen im Stadt- und Landkreis Heilbronn im Zeitraum 2018/2019 mehr als 21000 Blutspenden eingesammelt. Davon seien 152 aus der Spendenaktion des Zaberfelder DRK-Ortsvereins in Pfaffenhofen im Mai. Böhringer dankte deshalb nicht nur den Blutspendern, sondern auch den Mitgliedern des Zaberfelder DRK für die immer reibungslose Organisation des Blutspendetermins.

Mächtig gestaunt über die Spendenzahl 150 hat auch Martin Grüner. Eine solche Ehrung habe er bisher im Zaberfelder DRK-Ortsverein noch nicht erlebt. Drei Blutspendetermine veranstaltet der Ortsverein jährlich, einen in Pfaffenhofen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister überreichte Grüner den vier zu Ehrenden die entsprechenden Anstecknadeln und Urkunden vom DRK. Von der Gemeinde gab’s dann noch ein Weinpräsent dazu. An alle vier Damen und Herren appellierte der DRK-Vorsitzende weiterzumachen, „solange es geht - wir brauchen die Spenden“.

Den Rahmen der Ehrungen bei der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates nutzte der Bürgermeister anschließend noch, um die bisherigen Gemeindegutachter Martin Rösinger, Thomas Kraiß, Hermann Koch, Siegfried Sommer und Martin Böckle mit einem Präsent zu verabschieden. Die bisher örtlichen Gutachterausschüsse wurden wegen gesetzlicher Änderungen im Laufe des Jahres aufgelöst und zusammen mit umliegenden Kommunen ein überörtlicher gemeinsamer Gutachterausschuss in Eppingen gegründet. wst

 

Bebauungsplan Langwiesen IV auf der Zielgeraden

Der vorhabensbezogene Bebauungsplan Langwiesen IV ist auf der Zielgeraden angekommen. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wirtschaftsförderung Zabergäu (ZWZ) kann das mehrere hundert Seiten dicke Planungspaket samt Durchführungsvertrag wohl bald als Satzung beschließen. Nach Brackenheim, Güglingen, Nordheim und Cleebronn haben noch vor Weihnachten auch die beiden Gemeinderäte in Zaberfeld und Pfaffenhofen mehrheitlich ihre Verbandsvertreter, die beiden Bürgermeister, ermächtigt, den entsprechenden Beschlussanträgen in der Verbandsversammlung zuzustimmen.

Planer Matthias Käser im Zaberfelder Rat und Ralf Plieninger in Pfaffenhofen stellten den Bürgervertretern in ihren jeweiligen Jahresabschlusssitzungen die wichtigsten Änderungen vor, die sich nach der erneuten Öffentlichkeits- und Behördenanhörung ergaben. Änderungen an der Planung habe es keine gegeben, bestätigten die beiden Planer.

Lediglich im Textteil des Bebauungsplanes seien auf Anregung des Landratsamtes textliche Festsetzungen klarer und eindeutiger beschrieben worden. Beispielsweise, dass zur Schonung nachtaktiver Insekten die Außenbeleuchtung auf das notwendige Minimalmaß beschränkt werden muss: „Es sind abstrahlungsarme Lampen sowie insektenfreundliche Leuchtmittel zu verwenden“.

Außerdem ist im Schallgutachten jetzt auch der inzwischen aufgebrachte lärmmindernde Belag in der Ortsdurchfahrt Frauenzimmern berücksichtigt, und es wurden im Umweltbericht verschiedene Hinweise des Landratsamtes eingearbeitet. Die Planungen zu den Gewässerentwicklungsmaßnahmen an Zaberaue und Fürtlesbach wurden konkretisiert.

Zu den mehr als 100 Seiten umfassenden Stellungnahmen von Behörden, Verbänden, Privatpersonen und Gruppen, hat das Planungsbüro in Absprache mit der Verbandsverwaltung umfangreiche Abwägungsvorschläge ausgearbeitet, die ohne weitere Diskussionen von den beiden Ratsgremien mehrheitlich akzeptiert wurden. wst