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Aktuelle Nachrichten | Fried, Milanka | 30.04.2021 – 07.05.2021

Bundesverdienstkreuz für Martha Issler

Ehrung für herausragendes ehrenamtliches Engagement
An seinem 70. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz verliehen zu bekommen, diese Ehre wird nur wenigen zuteil. „Dass Sie heute dieses „Geschenk“ bekommen, geht auf viele Jahrzehnte ehrenamtliche Tätigkeit zurück“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch zu Martha Issler. Diese Ehrung sei „mehr als verdient“, habe aber nichts mit ihrem Geburtstag zu tun, betonte die CDU-Staatssekretärin. Als „wohlverdiente Anerkennung und Ehrung eines besonderen Menschen, an jemanden, der sein Schaffen vor allem in den Dienst seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger stellt“, verlieh Gurr-Hirsch der Neu-70igerin das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, verlas die Urkunde des Bundespräsidenten und übermittelte die Grüße und Glückwünsche von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Coronabedingt musste die Feierstunde im kleinen Rahmen stattfinden. Nur etwa 15 Gäste versammelten sich bei geöffneten Fenstern und Türen im Sitzungssaal des Rathauses. Darunter auch die neue „Bürgermeisterin in spee“, Carmen Kieninger und die beiden Ehrenringträger der Gemeinde Manfred Kolb und Kurt Lägler.

Musikalisch umrahmte die Feierstunde der Posaunenchor, der coronabedingt nur in kleiner Besetzung auf dem Rasen vor dem Rathaus. Zwei Dinge in der Ehrenamtsvita von Martha Issler hätten sie besonders beeindruckt, sagte Gurr-Hirsch: „Pfeffer und Salz“ und der Diakonieladen „Solidare“. Bei „Pfeffer und Salz“ organisierte Martha Issler im Team mit weiteren engagierten Frauen einmal monatlich im Gemeindehaus einen Mittagstisch für Senioren und Alleinstehende aus frischen, saisonalen und regionalen Produkten. „Da geht mir als Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium natürlich das Herz auf“, freute sich die Landespolitikerin. Ähnlich ginge es ihr auch beim Stichwort Diakonieladen „Solidare“ in dem Martha Issler nach wie vor engagiert mitarbeitet und gut erhaltene Kleidungsstücke aus zweiter Hand kostengünstig verkauft. „Eine wertvolle Einrichtung und Vorbild für Nachhaltigkeit“, lobte Gurr-Hirsch.

Ein besonderes Herzensanliegen sei Martha Issler während ihrer zwanzigjährigen Zeit im Gemeinderat jedoch die Arbeit im Kindergartenausschuss gewesen. Sie war Ansprechpartner für die Eltern und Schlichterin bei Problemen. „Sie haben die Menschen immer zusammengeführt anstatt sie zu trennen“, würdigte die Staatssekretärin das Wesen und Engagement der Geehrten.

Auf drei Säulen sei das Leben und die Beständigkeit von Martha Issler aufgebaut, schilderte Bürgermeister Dieter Böhringer: Die Familie, der Beruf und das Engagement fürs Gemeinwesen in Gemeinde- und Kirchengemeinderat, bei Pfeffer und Salz und im Diakonieladen. „Dieser Einsatz und die gelebte Beständigkeit ist herausragend“, lobte Böhringer.

Überwältigt und sprachlos über so viel Lob, war am Ende Martha Issler selbst. „Ich kann einfach nur Danke sagen, für mehr fehlen mir die Worte“, gestand sie und wünschte sich vom Chor noch den Choral „Bis hierher hat mich Gott geführt“. wst

 

Zur Person
Martha Issler ist eine Pfaffenhofenerin durch und durch. Sie wurde hier geboren und ging hier zur Schule. 1966 begann sie bei der Bäckerei Wahl hier im Ort ihre Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin und übernahm später die Verantwortung für die Diposition im Supermarktbereich. Und obwohl sie schon einige Jahre im Ruhestand ist, arbeitet sie weiterhin einige Stunden in der Woche hinter der Bäckereitheke. Von 1984 bis 2004 war sie im Gemeinderat und von 1983 bis 2013 Mitglied im Kirchengemeinderat. In diesem Gremium war sie von 1989 bis 2013 Laienvorsitzende. Mit weiteren engegierten Frauen gründete die 70-Jährige 2007 das Team „Pfeffer und Salz“, das nun kurz vor dem 15-jährigen Jubiläum coronabedingt aufgeben musste. Nach wie vor arbeitet Martha Issler in Brackenheim im Diakonieladen „Solidare“ mit. wst