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Hauptübung der Feuerwehr
29.11.2018 - 7.12.2018

„Das viele Geübte ist recht gut umgesetzt und die Lage an der Einsatzstelle von den Gruppenführern sehr gut eingeschätzt worden“, fasste Matthias Fried den Verlauf der Alarm-Einsatzübung der Pfaffenhofener Feuerwehr zusammen. Mehr als 40 Männer und Frauen, fast die gesamte Truppe, sind nach einer eindrucksvoll durchgeführten Jahres-Hauptübung, beim Benzbachhof der Familien Harsch, zur Manöverkritik angetreten.

 

Zu kritisieren allerdings hatte der Feuerwehrkommandant nichts. Im Gegenteil: „Ich bin überwältigt, dass zu der außergewöhnlichen Uhrzeit alles so gut geklappt hat und so viele sich beteiligten“, lobte er das Engagement der Einsatzkräfte. Etwas ist dem Kommandanten allerdings doch aufgefallen: „Wenn man vor Ort auf Hilfe wartet, dann sind zehn Minuten eine Ewigkeit“. Denn nur so lange hat es gebraucht, bis das erste Fahrzeug, das TLF 16/25, am Einsatzort war. Und das Löschgruppenfahrzeug LF 10 folgte unmittelbar dahinter.

 

Um 13.40 Uhr, für die meisten Feuerwehrleute so überraschend früh wie noch nie bei einer Hauptübung, heulten über Pfaffenhofen die Feuersirenen und die Funkmeldeempfänger gaben den herbei eilenden Kräften das Stichwort „Übungsalarm, Feuer und Verkehrsunfall beim Benzbachhof“. Was ist geschehen? Lichterloh brennt ein Gartenhaus und auf der Straße nebenan hat es einen Verkehrsunfall gegeben: Ein Pkw ist unter die angehängte Arbeitsmaschine eines Traktors gekracht. Beide Insassen sind verletzt.

 

 

Gruppenführer Mario Volland ist mit seiner Mannschaft und dem TLF 16/25 als erster vor Ort und sondiert die Lage. Ruhig, sachlich teilt er seine Leute ein. Vorrang hat die Bergung der Verletzten im Auto. Den Beifahrer können die Helfer zuerst befreien. Die Türe auf dieser Seite lässt sich öffnen. Schwieriger wird’s mit dem Fahrer. Zunächst wird ein Zugang zum Verletzten über das Fenster der Heckklappe geschaffen. Um ihn dann jedoch mit der Trage, dem Spineboard, aus dem Auto heben zu können, lässt Mario Volland auch noch das Autodach abschneiden. Eine zwar längere und aufwändigere Arbeit, aber letztendlich, nach Einschätzung des Gruppenführers, in dem Fall die einzige Möglichkeit den Verletzten schonend aus dem demolierten Fahrzeug zu bringen.

 

 

 

Um das brennende Gartenhaus kümmerte sich derweil die Gruppe vom LF 10 um Gruppenführer Johannes Stuber. Zu retten gab es dort nichts mehr. Das Feuer eindämmen, um ein Ausbreiten auf das umgebende Gras und Gebüsch zu verhindern, war aber notwendig. Dafür reichte dann auch das im Tank mitgebrachte Löschwasser.

 

 

Nach einer guten halben Stunde waren die Verletzten geborgen und erstversorgt und das Feuer gelöscht.

 

Auch ein paar wenige Schaulustige verfolgten die Übung. Unter anderem Jakob und Emmi mit ihrer Kusine Fanny. Die drei Acht- bis Elfjährigen wollten vor allem natürlich ihre Väter als Feuerwehmänner in Aktion sehen. Sehr gut hat auch Bürgermeister Dieter Böhringer gefallen, was er gesehen hat. „Es war gut“, lobte er die Einsatzkräfte.

 

Beim anschließenden Rundgang durch die Stallungen des Benzbachhofes erklärte Jochen Harsch seinen Kameraden, was zu beachten ist und worauf es ankommt, wenn es tatsächlich mal brennt und die Kühe gerettet werden müssen. wst