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Aus dem Gemeinderat
11.1.2019 - 18.1.2019

Jahresabschlusssitzung am 19. Dezember 2018

 

Blutspenderehrung

Als schon„traditionell“ bezeichnete Bürgermeister Dieter Böhringer die Ehrung von Blutspendern in der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates: „Damit bekunden wir unsere Dankbarkeit“, sagte der Verwaltungschef. Fünf Frauen und acht Männer aus beiden Ortsteilen wurden an diesem Mittwochabend vor Weihnachten für zehn-, 25- und 50-maliges Blutspenden ausgezeichnet.

Gemeinsam mit dem DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Martin Grüner überreichte Böhringer den fleißigen Spendern die entsprechenden Ehrennadeln des Blutspendedienstes und ein Wein- und Buchpräsent der Gemeinde. „Blut ist ein besonderer Saft“, diese Erkenntnis habe schon Goethe dem Mephisto in den Mund gelegt, führte der Rathauschef aus. Dies gelte auch heute noch. Denn trotz wissenschaftlicher und gentechnischer Fortschritte könne Blut noch immer nicht durch künstliches ersetzt werden.

„Blutspender sind Lebensretter“, betonte Böhringer. Diese Feststellung könne man nicht oft genug wiederholen – auch weil das Blutspenden längst nicht so spektakulär ist wie etwa die Rettung eines Ertrinkenden oder eines Unfallopfers. Als Blutspender wisse man ja noch nicht einmal wer davon profitiert. „Blutspenden kann jeder gesunde Mensch zwischen dem 18 und 73 Jahren“, erklärte Böhringer. Vorausgesetzt er wiegt mindestens 50 Kilogramm. Männer können bis zu sechs, Frauen vier Blutspenden im Jahr abgeben. Damit der Körper nach einer Blutspende genügend Zeit hat, den Verlust wieder auszugleichen müssen zwischen zwei Spendeterminen mindestes 56 Tage sein.

Nur eine Stunde – eine Stunde, die Leben retten kann - müsse man für eine Blutspende einplanen und opfern. Das tun aber nicht allzu viele. „Keine vier Prozent der Bevölkerung in Deutschland spenden Blut“, ergänzte Martin Grüner die Zahlen des Bürgermeisters. Der DRK-Ortsvereinsvorsitzende gab den Spendern ein „herzliches Dankeschön“ mit auf den Weg und meinte: „Es wäre Super, wenn sie alle weiterhin bei der Stange bleiben“.

Für 50-maliges Blutspenden wurden Reinhard Bühler, Michael Gruber, Lars Heubach, Andreas Oehler, Christa Sämann und Rolf Schreck mit der Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl ausgezeichnet. 25 Blutspenden haben Marlon Fried, Michael Jacob, Helga Klenk, Margot Palesch und Peter Raubinger geleistet. Zehnmal gespendet haben Milanka Fried und Silvia Siegel. wst

Verabschiedung: Gerhard Schneider mehr als nur Protokollant des Gemeinderates

Bei 268 Gemeinderatssitzungen saß Gerhard Schneider mit am Tisch der Verwaltung. 25 Jahre lang schrieb er über mehr als 3200 Tagesordnungspunkten das Protokoll. Jetzt geht er in den wohlverdienten Ruhestand. In der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates hat Bürgermeister Dieter Böhringer Schneiders Arbeit und Engagement gewürdigt.

Es sei aber nur eine Verabschiedung aus seiner Schriftführertätigkeit, betonte der Verwaltungschef. Denn seine mehr als 40-jährige Dienstzeit bei der Gemeinde endet offiziell am 31. Januar 2019. Resturlaub und der Abbau von Überstunden machen es aber möglich, dass er am Freitag, 21. Dezember, zum letzten Mal ins Büro gehen musste.

Bei der Ratssitzung am 29. Juni 1994 „durfte oder musste“ Gerhard Schneider zum erstem Mal ran, erinnerte Böhringer. Er habe damals neben der normalen Bürotätigkeit als Sachbearbeiter für Renten, Soziales und als Standesamtbeamter seinem Arbeitsleben noch eine weitere Perspektive geben wollen, erklärte der Chef.

Überwiegend positiv blickt Gerhard Schneider auf seine 40-jährige Dienstzeit zurück. Gefreut hätte er sich allerdings, wenn er auch während der aktiven Zeit etwas mehr Wertschätzung erfahren hätte. „Ich habe gerne hier gearbeitet und den Entschluss von damals nicht bereut“, sagte er. Was er nicht gerne tat, war die Teilnahme an den Geeinderatssitzungen. Trotzdem hat Gerhard Schneider 268 Ratssitzungen mitgemacht. Dabei über rund 2144 öffentliche und 1060 nichtöffentliche Tagesordnungspunkte ungezählt viele Seiten Protokoll geführt. Und er gesteht, dass die ungeliebte Gemeinderatsarbeit seinen Horizont in Punkto Aufgaben einer Gemeinde sehr erweitert hat.

Große Verdienste hat sich Gerhard Schneider aber auch in den 30 Jahren als Organisator und verantwortlicher Lagerleiter beim alljährlichen Ferienzeltlager, der Ferienwoche von Gemeinde und Vereinen, erworben. Dafür wurde er bereits im vergangenen Jahr 2017 mit der Verdienstmedaille der Gemeinde ausgezeichnet.

Mit großem persönlichem Engagement habe Gerhard Schneider in seiner in seiner langen Dienstzeit vielen Bürgern bei insgesamt 1076 Rentenanträgen und in vielen anderen sozialen Belangen geholfen – „ihnen die Hände gereicht“, so Böhringer. Deshalb bekam er zum Abschied von der Gemeinde zwei kleine Hände - gefertigt von Künstler Gunther Stilling. wst

Sanierungsarbeiten vergeben

Die gemeindeeigenen Gebäude Zeiltorstraße 10 bis 14 sollen im Rahmen des Sanierungsprogramms Hauptstraße/Keltergasse energetisch saniert werden. Vorgesehen ist, die Dächer und Außenwände zu isolieren und die Fenster zu erneuern. Die Arbeiten hat das Lauffener Architekturbüro Lehmann & Schiefer beschränkt ausgeschrieben - und von allen Firmen auch brauchbare Angebote erhalten.

Der Gemeinderat hat in seiner Jahresabschlusssitzung die Arbeiten an den jeweils günstigsten Bieter vergeben. Die Gerüstbauarbeiten an die Firma Uhle + Curto aus Neckarwestheim, die Dachsanierung an den Brackenheimer Zimmerer Morlock, die Fassadendämmung an die Firma Reinhart aus Neckarsulm. Die neuen Fenster werden vom Schwaigerner Fensterbauer Weissert geliefert und eingebaut.

Voraussichtlich kostet das Projekt knapp 222000 Euro, die mit 60 Prozent aus dem Sanierungsbudget gefördert werden. Sofern alle Kosten tatsächlich förderfähig sind, betonte Bürgermeister Dieter Böhringer. Doch davon geht er aus.

Nach der Sanierung werden die Gebäude zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung vorgehalten. Eine Reprivatisierung der drei Häuser sei in den nächsten Jahren nicht vorgesehen, erklärte Böhringer. wst

 

Neue Wasser- und Abwassergebühren

Wasser und Abwasser sind seit 1. Januar 2019 teurer. Das hat der Gemeinderat in seiner Jahresabschlusssitzung, wenige Tage vor Weihnachten, beschlossen. Beide Gebühren hat die Gemeinde vom Kommunalberatungsbüro Allevo neu kalkulieren lassen.

Demnach steigt der Preis für das Trinkwasser von derzeit 2,02 Euro pro Kubikmeter auf 2,24 Euro plus sieben Prozent Mehrwertsteuer. Beim Abwasser ändert sich die Gebühr im Schmutzwasserbereich von 2,02 Euro pro Kubikmeter auf 2,23 Euro und die Niederschlags-Wassergebühr steigt von 0,23 Euro pro Quadratmeter Fläche auf 0,25 Euro.

Aufgelaufene Verlustvorträge und zurückliegende und aktuelle Investitionen machten eine Neuberechnung der Wasser- und Abwassergebühren erforderlich. Allein beim Trinkwasser sind seit 2013 Verluste in Höhe von rund 43000 Euro aufgelaufen. Beim Abwasser summieren sich die Verluste im selben Zeitraum auf 25500 Euro. Die neuen Gebühren sind befristet für die Jahre 2019 und 2020. wst