Allgemeinverfügung „Badegewässer“ wird aufgehoben

Die von der Gemeinde Pfaffenhofen am 08.05.2020 in der Rundschau Mittleres Zabergäu bekannt gemachte Allgemeinverfügung zur Sperrung des Katzen­bachsees in Pfaffenhofen wird mit Wirkung des 15.06.2020 aufgehoben.

 

Die Städte und Gemeinden im Landkreis Heil­bronn sowie die Stadt Heilbronn haben sich bei der Öffnung der Freibäder auf ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt. Demnach ist vor­gesehen, dass die Freibadsaison im Stadt- und Landkreis Heilbronn frühestens am Montag, 15. Juni startet. Es liegt jedoch im Verant­wortungsbereich jeder einzelnen Kommune, auch einen späteren Zeitpunkt für die Öffnung festzulegen oder eventuell in diesem Sommer gar nicht zu öffnen.

 

Bei dieser Entscheidung müssen die jeweiligen örtlichen Begebenheiten berücksichtig werden. Einige Gemein­den benötigen zur Inbetriebnahme der Bäder wie auch zur Ausarbeitung der Betriebs-und Hygienekonzepte einen Vorlauf von zwei bis drei Wochen.

 

Grundlage für die Öffnung der Freibäder ist die überarbeitete CoronaVO Sportstätten, die das Land am Donnerstag, 4. Juni veröffent­lich hat. In dieser Verordnung sind die Vor­gaben und Bedingungen für die Öffnung der Freibäder festgelegt. Es steht fest, dass es in diesem Jahr nicht zu einem normalen Badebe­trieb wie in den vergangenen Jahren kommen wird. Die Verordnung zur Bäderöffnung sieht unter anderem vor, dass für jede „Attraktion“ eine Aufsichtsperson mit den entsprechenden Rettungskenntnissen und einer entsprechen­den Ausbildung abzustellen ist. Dies gilt für den Sprungturm genauso wie für die Rutsche, das Planschbecken oder das Schwimmerbecken. Auch muss um Schlangen vor dem Bad zu vermeiden, eine digitale Eintrittskarte vom Badbenutzer erworben werden. Die Ein­trittspreise und die täglichen Öffnungszeiten für das Freibad in Güglingen stehen noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass das Bad nicht vor dem 29. Juni 2020 öffnen kann. Die Anzahl der Badegäste im Wasser und auf der Liegewiese müssen streng begrenzt werden. Der Gesetz­geber sieht eine spezielle Wasser-Liegewie­sen-Relation vor. Diese Zahlen werden aktuell berechnet und intensiv mit dem Badbetreiber – den Stadtwerken Bretten – abgestimmt. Eben­so steht die Stadt Güglingen in einem engen Austausch mit den Nachbarkommunen, die auch ein Freibad betreiben. Unter diese neue CoronaVO Sportstätten fallen auch Badeseen mit kontrolliertem Zugang.

 

Die Verordnung gilt jedoch nicht für Badeseen ohne kontrollierten Zugang, wie zum Beispiel den Breitenauer See in Obersulm, die Ehmets­klinge in Zaberfeld, den Katzenbachstausee in Pfaffenhofen oder den Elsenzer und den Mühl­bacher See in Eppingen. An allen Badeseen und Badestellen an Flüssen im Landkreis Heil­bronn gelten die Vorschriften der Corona-Verordnung, vor allem der § 3 CoronaVO mit den bekannten Einschränkungen des Aufenthalts im öffentlichen Raum.

 

Der Landkreis hat deshalb seinen Kommunen empfohlen, die derzeit noch geltenden Allge­meinverfügungen für Badeseen und Badestel­len aufzuheben. Dies wird, angelehnt an die Freibadöffnungen, zum 15. Juni erfolgen. Die Aufhebung der Allgemeinverfügung wird im amtlichen Teil des Amtsblatts am 12. Juni 2020 erfolgen und zum 15. Juni 2020 rechtskräftig werden.

 

Trotz der Aufhebung der Allgemeinverfügun­gen appellieren der Landkreis sowie die Städ­te und Kommunen an alle Bürgerinnen und Bürger, sich weiterhin an die geltenden Ab­standsregeln zu halten. Es hängt nun von der Disziplin und der Verantwortung eines jeden Einzelnen ab, wie lange ein Badebetrieb an den öffentlich zugänglichen Seen und Badestellen möglich sein wird.

 

Die Städte und Gemeinden sowie die Poli­zei werden auch künftig die Einhaltung der CoronaVO überwachen. Sollten die nächsten Wochen zeigen, dass an Badeseen und Bade­stellen ein geordneter Badebetrieb nicht mög­lich ist, müssten gegebenenfalls erneut Maß­nahmen getroffen werden.