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Amtlich Pfaffenhofen

Amtlich Pfaffenhofen | 05.02.2026

Haushaltsplan 2026

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat den Haushaltsplan fürs laufende Jahr 2026 beschlossen. Erfreulich an dem auf 296 Seiten beschriebenen Zahlenwerk ist, dass nach den negativen Etatergebnissen der beiden Vorjahre, das Jahr 2026 voraussichtlich mit einem kleinen Plus von knapp 11.000 Euro abschließt.

Das finanzielle Rückgrat für die Gemeinde sind die Anteile aus der Einkommen- und Umsatzsteuer sowie die Schlüsselzuweisungen nach Steuerkraft und Investitionspauschale des Landes. Gut 4 Millionen Euro fließen in diesem Jahr in die Gemeindekasse. Dazu rechnet Kämmerin Sylvia Rustler mit etwa 600.000 Euro Gewerbsteuereinnahmen (Vorjahr 400000 Euro) und mit knapp 350.000 Euro aus den Grundsteuern A und B. Insgesamt ergibt sich ein Plus von rund 764.000 Euro.

Zu den Grundsteuereinnahmen sagte Bürgermeisterin Carmen Kieninger, dass sich die Gemeinde durch die neuen Steuermessbeträge nicht bereichert habe. 2024 hat die Grundsteuer B 328.000 Euro in die Gemeindekasse gebracht und für 2026 rechnet die Kämmerei mit demselben Betrag. Eine Erhöhung der Hebesätze ab 2027 kann nicht ausgeschlossen werden.

Bei den Gebühreneinnamen machen sich vor allem die im vergangenen Jahr neu kalkulierten und vom Gemeinderat beschlossenen Wassergebühren und die neuen Gebührensätze bei den Bestattungen bemerkbar. Bei den Wassergebühren rechnet die Kämmerin mit rund 57.000 Euro mehr als 2025. Die Abwassergebühren werden im Laufe des Jahres noch rückwirkend zum 1. Januar neu kalkuliert und sollen dann etwa 25.000 Euro mehr in die Kasse bringen. Die neuen Bestattungsgebühren sorgen für ein Plus von geschätzten 20.000 Euro. Die Elternbeiträge für die Kindergartenbetreuung fallen um 18.000 Euro geringer aus als im Vorjahr.

Bei den Aufwendungen im Ergebnishaushalt fallen vor allem die Personalausgaben ins Gewicht. Gut 2,7 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Das sind etwa 130.000 Euro mehr als im Vorjahr und vor allem den tariflichen Lohnsteigerungen geschuldet. Allerdings ist für die ab dem neuen Schuljahr verpflichtende Ganztagesbetreung der Erstklässler auch schon eine weitere Teilzeitstelle eingeplant.

Ein großer Ausgabebrocken sind die Transferleistungen. Das sind vor allem die Rückzahlungen an die Landeskasse im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs. Knapp 920.000 Euro werden für die Finanzausgleichs- und Gewerbesteuerumlage fällig. Recht kräftig greift auch der Landkreis ab diesem Jahr in die Gemeindekasse.Die Kämmerin kalkuliert eine Erhöhung von 28 auf 30 Prozentpunkte ein. Für die Gemeinde ein Mehraufwand von rund 140.000 Euro.

Die Investitionen in Höhe von knapp 3 Millionen Euro hat der Gemeinderat bereits in seiner Sitzung im Dezember beschlossen. Schwerpunkte sind hier vor allem die Infrastrukturmaßnahmen in der Keltergasse, sowie in der Schul- und Silcherstraße. Die Gemeinde hat noch ein kleines Finanzpolster in Höhe von 3,3 Millionen Euro. Davon werden in diesem Jahr knapp 1,7 Millionen Euro gebraucht. Im nächsten Jahr, wenn der Feuerwehrneubau ansteht, weitere 1,4 Millionen Euro.

Die Gemeinde Pfaffenhofen hat derzeit keine Schulden. Wenn jedoch im nächsten Jahr der Neubau für die Feuerwehr ansteht, wird’s ohne Kreditaufnahme nicht mehr gehen, blickt Carmen Kieninger schon mal voraus. Ihr Fazit: Gesamtwirtschaftlich betrachtet war das vergangene Jahr wohl doch nicht so schlecht wie befürchtet und wir haben solide gewirtschaftet. wst