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Amtlich Pfaffenhofen

Amtlich Pfaffenhofen | 17.07.2026

Waldbegehung des Gemeinderates

„Bis vor zwei, drei Wochen reichte dem Wald noch die von den Winter- und Frühjahrsniederschlägen im Boden befindliche Wasserreserve“, erklärte Revierförster Lukas Georgi dem Gemeinderat. Rund zwei Stunden führte der Förster die interessierte Ratsrunde durch den Gemeindewald und zeigte einige Flächen, die man in diesem Jahr durchforstet hat. Herr Georgi erklärte beim Rundgang, warum er auf einer Fläche die rund 70 Jahre alten, stattlichen Douglasien noch stehen lässt, und berichtete zudem viel über die Bodenstrukturen unseres Gemeindewaldes.

Auch auf eher seltene Baumarten lenkte der Förster den Blick, etwa auf schöne Elsbeeren und prächtige Speierlinge sowie auf erst im Frühjahr gepflanzte Wildapfelbäume. Speierling und Elsbeere verdankt der Gemeindewald dem früheren Leiter des Güglinger Forstamtes Dr. h. c. Otto Linck, Geologe, Paläontologe Naturschützer und Landschaftspfleger, berichtete Lukas Georgi. Unser Gemeindewald sei aufgrund der Hanglagen und Bodenstrukturen ein interessanter Mischwald.

Obwohl es seit acht Wochen keinen nennenswerten Regen mehr gegeben hat, sieht man zumindest an den Bäumen noch keine größeren Trockenschäden. Anders siehts aus im Unterholz, dort wird der fehlende Regen sichtbar. Auch darauf machte der Förster die Gemeinderäte aufmerksam. „Jeder Tag mit Temperaturen über 30 Grad schadet dem Wald“, betonte er. Insgesamt sind im noch laufenden Forstwirtschaftsjahr von den rund 250 Hektar Gemeindewald etwa 15 Prozent durchforstet worden. Dies entspricht ungefähr dem Soll aus dem aktuellen zehnjährigen Forstwirtschaftsplan. Eingeschlagen wurden insgesamt 1400 Festmeter Holz inklusive dem nicht verwertbaren sogenannten Derbholz, das im Wald verbleibt. Nutz- und Brennholz zum Verkauf kommen etwa 1000 bis 1200 Festmeter.

Einen kleinen Wermutstropfen hatte der Förster am Ende dann aber doch noch dabei: Das Steinbruchsträßle vom Waldrand bis hoch zum Eschenwaldweg muss saniert werden und das werde vermutlich nicht billig, befürchtet er. In dem Wegstück liegt teilweise die einst von Hand gesetzte Packlage, die Tragschicht des Weges, schon seit längerem frei. wst