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Amtlich Pfaffenhofen

Amtlich Pfaffenhofen | 30.10.2026

Bericht aus der Gemeinderatssitzung Oktober 2026

TOP 1 Bekanntgabe der nichtöffentlichen Beschlüsse vom 23.09.2026

Es wurden aus der letzten Gemeinderatssitzung keine nichtöffentlichen Beschlüsse bekannt gegeben.

TOP 2 Wechsel zum Redaktionssystem „Artikelstar“ des Nussbaum Verlags

Nach einem ausführlichen Vortrag des Nussbaum Verlags entschied der Gemeinderat einstimmig, das bisherige Redaktionssystem, bestehend aus einem System der Firma Klick und dem Nussbaum Verlag, durch das Redaktionssystem „Artikelstar“ des Verlags zu ersetzen. Damit gehen verschiedene Änderungen für die Vereine und die Verwaltung einher. Der Nussbaum Verlag sagte jedoch seine Unterstützung beim Wechsel zu.

TOP 3 Polizeiliche Sicherheitsanalyse 2025 für Pfaffenhofen

„Dass man in Pfaffenhofen auf der Straße Opfer einer Straftat wird ist sehr gering“, sagte Joachim Geier, Erster Polizeihauptkommissar, bei der Vorstellung der alljährlichen Kriminalstatistik des Polizeireviers Lauffen im Gemeinderat. Frei von kriminellen Taten ist Pfaffenhofen deshalb aber noch lange nicht.

Insgesamt 72 Straftaten hat das Polizeirevier 2025 für Pfaffenhofen aufgelistet. Das sind 84,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Bemerkenswert ist vor allem die sehr starke Zunahme der Rohheitsdelikte von neun auf 22 und der Diebstähle von acht auf 18 Fälle. Auch die einfachen Diebstähle sind von sechs auf 13 Taten gestiegen. Erstmals seit Jahren verzeichnete die Polizei auch eine Straftat gegen das Leben. Mord- und Totschlagsfälle stehen jedoch nicht auf der Liste. Erfreulich ist auch, dass es im vergangenen Jahr keine Sexualstraftaten in Pfaffenhofen gab. Glücklich kann man sich hier im Ort auch schätzen, dass es seit 2021 keine Wohnungseinbruchdiebstähle mehr gab.

Dass die Zahl der erfassten Taten entgegen dem allgemeinen Trend im Polizeipräsidium Heilbronn (+ 8,9 %), in Pfaffenhofen und auch im gesamten Lauffener Polizeirevier so stark angestiegen sind (+ 15,1 %), liegt nach Ansicht des Polizeiführers vielleicht auch daran, dass man heutzutage schneller bereit ist, eine Anzeige zu machen.

Verkehrsstatistik:

Entgegen der Entwicklung bei der Kriminalität, weist die Liste der Verkehrsunfälle im Revierbereich eine insgesamt positive Entwicklung auf. Insgesamt ereigneten sich im Vorjahr 1.698 Verkehrsunfälle. Das entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Hierbei starben, wie auch im Vorjahr, drei Personen. Erfreulich ist aber der Rückgang bei den Verletzten. Die Anzahl der Schwerverletzten reduzierte sich auf 46 Personen, bei den Leichtverletzten ging die Zahl auf 187 Verunglückte zurück. Insgesamt erreichte die Gesamtzahl der verunglückten Personen mit 224 den seit 2021 niedrigsten Wert.

Als Hauptunfallursachen anzusehen sind neben Vorfahrtsfehlern und eingeschränkter Verkehrstüchtigkeit (Alkohol und Drogen) mit 47 Fällen, die 63 Fälle nicht angepasster Geschwindigkeit.

Bei den Radfahrunfällen setzt sich insgesamt der Trend fort. Knapp 50% der verunglückten Radfahrer sind mit einem Pedelec unterwegs. Rund zwei Drittel der verunglückten Radfahrer sind dabei selbst Unfallverursacher. Bei den Radunfällen mit Personenschaden gehen fast 80% auf eine Verursachung durch den Fahrradfahrer zurück. Wst

TOP 4 – TOP 6 Erneuerung Silcher- und Schulstraße in Weiler

Verteilt auf drei Tagesordnungspunkte hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Arbeiten zur Erneuerung der Silcher- und Schulstraße in Weiler vergeben. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch gleich die beiden Bushaltestellen in Weiler und Pfaffenhofen, Maulbronner Straße, barrierefrei umgebaut.

Insgesamt sind das drei Aufträge für zusammen knapp 900.000 Euro. Dafür bekommen die beiden Straßen nicht nur eine neue Oberfläche, sondern es werden auch die Wasserleitungen erneuert und die Abwasserkanäle saniert. Als Zugabe bekommen die Anwohner eine neue zeitgemäße Straßenbeleuchtung.

Außerdem verlegt das Stromversorgungsunternehmen Netze BW ein neues Stromversorgungskabel und bietet damit den Hausbesitzern neue unterirdische Hausanschlüsse an.

Alle Gewerke wurden an den jeweils günstigsten Bieter vergeben: Die Tief- und Straßenbauarbeiten, einschließlich Umbau der Bushaltestellen, für pauschal 821.100 Euro an die Güglinger Firma Haass, den Rohrleitungsbau (Wasserleitungen) für 51.470 Euro an die Zaberfelder Firma LWR Rohrnetzbau und die neue Straßenbeleuchtung inklusive Lieferung und Montage der neuen Leuchten und Abbau der alten Dachständer für 13.840 Euro an den Stromversorger Netze BW. Wst

TOP 7 Änderung der Verbandssatzung NEV

Der Neckar-Energieverband (NEV), dem auch die Gemeinde Pfaffenhofen angehört, aktualisiert seine Verbandssatzung aufgrund von Hinweisen der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) aus der Finanzprüfung 2017 bis 2024.

Die wesentlichen Änderungen betreffen die Zuständigkeiten der Verbandsorgane, die Wertgrenze von 500.000 Euro für den Erwerb von Aktien an Beteiligungen von Energieversorgern sowie die Entlastung des Geschäftsführers. Außerdem werden die Aufgaben des Verwaltungsrats und die Zuständigkeiten des Geschäftsführers klarer geregelt. Der Verbandsvorsitzende vertritt den Verband künftig in den Gesellschafterversammlungen. Öffentliche Bekanntmachungen erfolgen künftig über die Homepage statt im Staatsanzeiger.

Der Gemeinderat hat die Änderungen zur Kenntnis genommen und befürwortet die Neufassung. Die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde wurden einstimmig ermächtigt, in der Verbandsversammlung zuzustimmen.

TOP 8 Kommunalisierung der technischen Wasserbetriebsführung

Die Kommunen des Gemeindeverwaltungsverbandes Güglingen, Zaberfeld und Pfaffenhofen wollen zusammen mit der Stadt Brackenheim die technische Betriebsführung der jeweiligen örtlichen Wasserversorgung kommunalisieren und unter einem gemeinsamen Dach vereinen. Mehrheitlich verabschiedete der Gemeinderat dafür die vorliegende Absichtserklärung, zukünftig die technische Betriebsführung der jeweiligen Wasserversorgungen als interkommunale Aufgabenerfüllung in vollständig kommunaler Trägerschaft anzustreben. Die Verwaltung wurde bevollmächtigt, aufbauend auf der Absichtserklärung mit den Nachbarkommunen und dem bisherigen technischen Betriebsführer die entsprechenden Vertragsverhandlungen, einschließlich Kaufpreis der beiden Firmen, zu führen.

Der Grund für die Umorganisation ist, dass der bisherige technische Betriebsführer in den genannten Kommunen, der Zaberfelder Uwe Kenngott, seine beiden Firmen „Wasserversorgungstechnik Uwe Kenngott“ und „LWR Rohrnetzbau GmbH“ altersbedingt nicht mehr lange selbst fortführen möchte. Da Kenngott ohnehin schon seit vielen Jahren in den vier Städten und Gemeinden sowie für die beiden Zweckverbände Wirtschaftsförderung Zabergäu und Obere Zabergäugruppe die technische Betriebsführung leistet und Bauaufträge im Rohrnetzbau für die Wasserversorgung erbringt, habe sich Kenngotts Angebot, die beiden Firmen zu übernehmen und sie anschließend in einer kommunalen GmbH zu bündeln, geradezu angeboten, erläuterte Bürgermeisterin Carmen Kieninger. Zumal jeder Gemeinde für ihr Versorgungsgebiet die gesetzliche Gewährleistungsverantwortung für eine jederzeit funktionsfähige Trinkwasserversorgung (§ 44 Abs. 1 Satz 1 Wassergesetz Baden-Württemberg) obliegt. Wst

TOP 9 Klimaangepasstes Waldmanagement

In seiner letzten Sitzung bestätigte der Gemeinderat die Antragstellung der Verwaltung für das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ des Landes Baden-Württemberg. Das Förderprogramm sieht einen finanziellen Zuschuss für die Stilllegung von Waldflächen von bis zu 23.000 Euro vor. Der Revierförster hat Flächen vorgeschlagen, die sich in absoluten Steillagen befinden und eine Bewirtschaftung erschweren.

TOP 10 Umgehungstraße Pfaffenhofen-Güglingen – Dritte Abschlagszahlung

Die Umgehungsstraße Pfaffenhofen-Güglingen wurde im Jahr 2024 eingeweiht. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat nun die dritte Abschlagszahlung in Höhe von 150.000 Euro im Rahmen der Beteiligung an den Gesamtkosten angefordert. Der Gemeinderat nahm die angeforderte Abschlagszahlung zur Kenntnis.

TOP 11 Erstellung kommunaler Klimaanpassungskonzepte im Landkreis Heilbronn

Der Landkreis ist verpflichtet, Klimaanpassungskonzepte zu erstellen und zwar für sich selbst und für seine kreisangehörigen Kommunen. Die Gemeinde kann das Angebot ablehnen. In diesem Fall wäre sie selbst verpflichtet, bis 2034 ein eigenes Konzept zu erstellen. Der Landkreis erhält für alle Kommunen einen Zuschuss zur Erstellung der Konzepte. Erstellt die Gemeinde das Konzept selbst, ist dafür kein Zuschuss vorgesehen.

Daher hat sich der Gemeinderat dafür entschieden, das Angebot der Make-It GmbH anzunehmen und das Klimaanpassungskonzept vom Landkreis erstellen zu lassen.

TOP 12 Ausbaggerung eines Regenrückhaltebeckens in Weiler, Flst. 780

Die Ausbaggerung des Rückhaltebeckens Benzbach hat weniger gekostet als veranschlagt. Der Gemeinderat hat daher einstimmig beschlossen, den verbleibenden Haushaltsansatz für das Rückhaltebecken „Fuder“ in Weiler zu nutzen. Er beauftragte die Firma Eugen Mayer GmbH & Co. KG in Kirchheim mit der Ertüchtigung dieses Rückhaltebeckens. Die Ausbaggerung kostet voraussichtlich 19.106,64 Euro. Sie soll noch vor dem Winter erfolgen.

TOP 13 Baugesuche

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